Berufsaussichten

Die Berufsaussichten für Mathematiker sind hervorragend. Insbesondere in der Softwareentwicklung, aber auch bei Banken und Versicherungen werden Mathematiker gesucht. Die Nachfrage nach mathematischem Know-how in Industrie und Dienstleistung ist immer groß gewesen, fast unabhängig von konjunkturellen Schwankungen.

Hans-Olaf Henkel, damals Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes, sagte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung am 1. 9. 2000 auf die Frage: "Worin besteht das wichtige Wissen ?": "Mathematik ist nicht alles, aber ohne Mathematik ist alles nichts."

Auch eine Studie der Bundesanstalt für Arbeit aus dem Jahr 1998 spricht eine deutliche Sprache. Generell heißt es dort zu den Berufschancen der Mathematiker: "Der Bedarf an Mathematikern nahm im vergangenen Jahr kräftig zu. Von allen Naturwissenschaftlern (zu denen sie hier gezählt werden) konnten sie am meisten von der wieder anziehenden Nachfrage profitieren."

Unsere Gesellschaft braucht Mathematiker an allen Ecken und Enden. Da aber parallel zum stetig wachsenden Bedarf an Mathematikern die Studentenzahlen an praktisch allen Universitäten über die letzten 15 Jahre hinweg rückläufig ist, übersteigt die Nachfrage das Angebot bei weitem. Mit anderen Worten: Mathematiker sind hoch begehrt!

Dies gilt nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und darüber hinaus. In seiner Ausgabe vom 23.1. 2006 kommt in dem amerikanischen Magazin Business week der Leiter der Mathematikforschungsgruppe der NSA (National Security Agency) zu Wort: "There has never been a better time to be a mathematician."

Spiegel Online stellte am 11. Dezember 2006 eine Umfrage unter 25.000 akademischen Berufseinsteigern vor. Demnach liegt etwa das durchschnittliche Anfangsgehalt bei Mathematikern bei mehr als 3000 Euro und damit an 5. Stelle von allen Studiengängen überhaupt (der Vollständigkeit halber: noch mehr verdienen Absolventen der Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, BWL und Elektrotechnik). Nur neun Prozent unter den Mathematikern halten nach ihrem Studium sechs Monate oder länger Ausschau nach einer passenden Betätigung, und 89% aller Mathematiker steigen in ihren Beruf gleich mit einer Vollzeitstelle ein. Auch bei diesen Zahlen steht die Mathematik im Vergleich zu anderen Studienfächern sehr gut da.

Auch unsere eigenen Erfahrungen bestätigen das. Unsere Absolventen am Institut für Mathematik in Paderborn haben keine Schwierigkeiten, eine attraktive und gut bezahlte Stelle in der Wirtschaft zu finden. Viele haben bereits vor dem Abschluss ihres Studiums ein Arbeitsangebot, nicht selten auch mehrere.


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