Dienstag, 10. Juni 2014

Langfristige IT-Sicherheit auch mit Quantencomputer

Prof. Dr. Dr. h. c. Johannes Buchmann (mi) war Gastredner des Fakultätskolloquiums des Sommersemesters 2014, begrüßt von Dekan Prof. Dr. Jürgen Klüners (re) und Geschäftsführer Dr. Michael Laska (li)

Im Fakultätskolloquium des Sommersemesters gab es dieses Mal einen spannenden Vortrag zum Thema: „Langfristige IT-Sicherheit“. Zu Gast war Professor Dr. Dr. h. c. Johannes Buchmann, Technische Universität Darmstadt. Er sprach über Public-Key-Kryptographie und ihre zentrale Rolle in der Cybersicherheit. Seit der Arbeit von Peter Shor aus dem Jahr 1997 ist jedoch bekannt, dass Quantencomputer alle heute benutzten Public-Key-Verfahren brechen können. Laut Buchmann wäre es also eine zentrale Aufgabe der Informatik, neue Public-Key-Verfahren zu entwickeln, die Quantencomputerangriffen widerstehen können.

In seinem Vortrag konzentrierte er sich auf digitale Signaturen. Er zeigte, welche Rolle sie bei der Absicherung von IT-Systemen spielen, und erläuterte, welche Verfahren heute benutzt werden. Anschließend stellte er das in seiner Arbeitsgruppe entwickelte Quantencomputer-resistente Ver-fahren XMSS vor und zeigte, dass es hinsichtlich Performanz und Sicherheit den gegenwärtigen Systemen ebenbürtig ist.

Das Fakultätskolloquium der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik findet einmal pro Semester statt. Eingeladen werden jeweils herausragende Persönlichkeiten, die zu übergreifenden Themen der drei Fächer der Fakultät vortragen.


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