Montag, 04. April 2011

45 Teilnehmer beim Schülerworkshop "Computertomographie und Mathematik" des Instituts für Mathematik

Gezeigt wurde, wie viel mathematisches Know-how in der Technik steckt

Ein voller Erfolg war auch in diesem Jahr wieder der Schülerworkshop "Computertomographie und Mathematik" für die Klassen 10 bis 13, den das Institut für Mathematik der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik bereits zum fünften Mal gemeinsam mit dem Paderborner Brüderkrankenhaus anbot. 45 Schüler nahmen an dem Workshop teil.

Priv. Doz. Dr. med. Marc Keberle vom Paderborner Brüderkrankenhaus erläuterte dabei wie sich die Technik der Tomographie aus den ersten bildgebenden Verfahren bis hin zu den heutigen hochentwickelten Computer- und Kernspintomographen entwickelt hat. Im Anschluss an den Vortrag stellte er den Spiral-Computertomographen des Brüderkrankenhauses vor.

Anschaulich erklärte Dr. Keberle die Funktion des Geräts anhand des Ablaufs einer Aufnahme und zeigte, wie die Aufnahme später an einem Computer analysiert werden kann. Nach einer Pause untersuchte Prof. Dr. Andrea Walther in einem ersten Vortrag die Vorgänge im Computertomographen und nutzte dafür Bilder, Animationen sowie erste einfache mathematischen Gleichungen.

Es folgte ein Vortrag, in dem sie die mathematischen Methoden darstellte, mit denen der medizinischen und der nicht-medizinischen Tomographie zu Leibe gerückt werden kann, um aussagekräftige Bilder zu bekommen. Dabei wurde auch darauf eingegangen, dass die Mathematik generelle Verfahren entwickelt, mit denen nicht nur Tomographie-Gleichungen gelöst, sondern auch Planetenbewegungen berechnet werden können. Im zweiten Teil des Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler am Computer selbst erste Erfahrungen mit der Computertomographie sammeln.

Dafür bearbeiteten sie - teilweise in Gruppenarbeit - Aufgaben zur Methode der kleinsten Quadrate, zur Diskretisierung und Objektgeneration sowie zur Objektrekonstruktion. "Ich denke, dass der Workshop den Teilnehmern eindrucksvoll gezeigt hat, wie viel mathematisches Know-how in dieser Technik steckt", so Prof. Dr. Walther.

Foto: (Institut für Mathematik)

Die Teilnehmer des Schülerworkshops "Computertomographie und Mathematik" durften selbst spannende Aufgaben lösen. 



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