Donnerstag, 22. April 2010

Institut für Mathematik mit Workshop zur Mengenlehre beim 10. Girls' Day dabei – Interesse der Schülerinnen für die Mathematik erhalten und steigern

Im Rahmen des diesjährigen Girls' Day besuchten 13 Schülerinnen der Klassen 7 und 8 am 22. April das Institut für Mathematik.

Noch immer sind es die technikorientierten Berufsfelder, die junge Frauen bei ihrer Berufswahl eher selten berücksichtigen. Um diesen Trend bereits frühzeitig umzukehren, gibt es bereits seit 10 Jahren deutschlandweit den so genannten Girls‘ Day, an dem sich auch wieder die Universität Paderborn mit einem umfangreichen Programm beteiligte. Einen Teil davon gestaltete das Institut für Mathematik mit dem Workshop "Wer rasiert den Barbier von Sevilla?" für Schülerinnen der Klassen 7 und 8.

Kern dieses Themas ist die interessante Frage, wer den Barbier rasiert, wenn sich doch alle Männer in Sevilla selbst rasieren oder sich vom Barbier rasieren lassen, dieser aber gleichzeitig nur die Männer rasiert, die sich nicht selbst rasieren. Diese Frage lässt sich mengentheoretisch betrachten, weshalb der Workshop mit einer Einführung in die naive Mengentheorie begann. "Die Schülerinnen im Workshop sind sehr an der Mathematik interessiert. Trotzdem ist es nun einmal Tatsache, dass in der Mathematik immer noch weniger Frauen als Männer zu finden sind", benennt Sven-Ake Wegner das immer noch vorhandene Problem technikorientierter Berufe. Dementsprechend wichtig sei es, durch "solche Veranstaltungen dafür zu sorgen, dass Mädchen ihr Interesse selbst entdecken, weiter verfolgen und später die Wahl eines Studienfachs wie zum Beispiel Mathematik in Betracht ziehen", so Wegner, der den Workshop gemeinsam mit Katharina Kelle und Theresa Rupp leitete.

Zuvor hatte die Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement der Universität Paderborn, Prof. Dr. Dorothee Meister, gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragen der Hochschule, Dipl. Päd. Irmgard Pilgrim, und Hedda Holtmeier aus der Initiative Frauen gestalten die Informationsgesellschaft die Teilnehmer des bundesweit veranstalteten Girls' Day im Hörsaal C1 begrüßt. Mit dabei waren erstmalig auch Jungen, denen durch die Aktion "Neue Wege für Jungs" ebenfalls Anreize gegeben werden sollen ihrerseits in die nicht unbedingt typischen Männerberufe, wie zum Beispiel Erzieher, zu schnuppern.

"Genauso wie es Berufe gibt, die eher von den Männern gewählt werden, gibt es auch Berufsfelder, die als Frauendomäne angesehen werden. Dabei können auch Männer ebenso gute Erzieher sein, wie beispielsweise Frauen gute Mathematikerinnen oder Informatikerinnen", so Prof. Dr. Dorothee Meister. Neben der Mathematik waren auch die Fächer Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik und Physik sowie Kunst, das Lehramt Grundschule und die Romanistik mit eigenen Workshops an der Veranstaltung beteiligt.

 

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Fotos (Mark Heinemann): Sven-Ake Wegner (Erstes Bild, Mitte) leitete im Rahmen des Girls' Day den Workshop des Instituts für Mathematik zur Mengenlehre zusammen mit Katharina Kelle und Theresa Rupp.

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