Freitag, 10. Dezember 2010

Jun.-Prof. Dr. Sina Ober-Blöbaum wird am 18. Januar 2011 neues Mitglied des Jungen Kollegs der nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Eine besondere Auszeichnung erhält im kommenden Jahr Jun.-Prof. Dr. Sina Ober-Blöbaum aus dem Institut für Mathematik der Universität Paderborn. Am 18. Januar wird die Mathematikerin in das Junge Kolleg der nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen. Sie ist somit eine von insgesamt 15 neuen Mitgliedern.

Jun.-Prof. Dr. Sina Ober-Blöbaum setzte sich vorab gegen über 100 weitere Bewerber durch, die allesamt ebenfalls schon durch ihre Forschungen für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Dabei musste die junge Wissenschaftlerin der Universität Paderborn ihre Forschungen unter anderem ohne weitere Hilfsmittel vor einer hochkarätigen Jury präsentieren.

Dr. Sina Ober-Blöbaum, Jahrgang 1980, ist im Institut für Mathematik Junior-Professorin für Simulation und Optimalsteuerung dynamischer Systeme in der Mathematik. Sie studierte an der Universität Paderborn Technomathematik (Diplom 2005) und wurde dort im Jahr 2008 promoviert. Ihre Dissertation behandelt die Entwicklung numerischer Optimalsteuerungsmethoden. Nach der Promotion folgte ein einjähriger Forschungsaufenthalt als Postdoktorandin am California Institute of Technology im Bereich „Control and Dynamical Systems”.

Dort arbeitete sie unter anderem an Optimalsteuerungsproblemen für Mehrkörpersysteme und dem Design von Raumfahrttrajektorien. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung effizienter numerischer Verfahren zur strukturerhaltenden Simulation und Optimalsteuerung dynamischer Systeme. In interdisziplinärer Kooperation werden die entwickelten Verfahren auf mechanische Problemstellungen, insbesondere aus dem Bereich der Mehrkörperdynamik in Robotik und Biomechanik, aber auch auf Probleme in der Astrodynamik, angewendet.

Im Jahr 2009 wurde sie Teilprojektleiterin im Sonderforschungsbereich 614 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Selbstoptimierende Systeme des Maschinenbaus” der Universität Paderborn. Innerhalb des SFB werden die Verfahren für die Optimierung mechatronischer Systeme weiterentwickelt und angewendet.

Die Aufnahme in das Junge Kolleg ist eine hohe Auszeichnung, denn dies ist eines der größten Förderprogramme einer privaten Stiftung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sollen dort fachlich, finanziell und ideell unterstützt werden. Die Mitglieder erhalten bis zu vier Jahre lang ein jährliches Stipendium in Höhe von 10.000 Euro sowie eine intensive fachliche Begleitung. Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Jungen Kolleg sind zusätzlich zur Promotion herausragende wissenschaftliche Leistungen an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in NRW.

Seit der Gründung des Jungen Kollegs im Jahr 2007 sind insgesamt 50 Kollegiaten berufen worden. Gefördert wird es durch die Stiftung Mercator, die in einem Zeitraum von sieben Jahren rund drei Millionen Euro zur Verfügung stellt.


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