Freitag, 25. Juni 2010

Schülerworkshop "Computertomographie und Mathematik" am 25. und 26. Juni 2010

Am 25. und 26. Juni 2010 findet ein Schülerworkshop zum Thema "Computertomographie und Mathematik" statt, welcher von der Universität Paderborn und dem Brüderkrankenhaus Paderborn organisiert wird.

Hinter dem Computertomographen steckt viel mathematisches Know-how

Die moderne Medizin wäre mit Sicherheit nicht auf dem heutigen Stand, wenn sie nicht in der Lage wäre, Bilder der inneren Organe zu erstellen, ohne dabei operativ in den Körper eindringen zu müssen. Unerlässlich für diese Fähigkeit ist die Computertomographie  (CT). Eine Technik, hinter der nach außen hin unsichtbar ein hohes Maß an mathematischem Know-how steckt. Das Institut für Mathematik der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik veranstaltet zu dem Thema „Computertomographie und Mathematik“ am 25. und 26. Juni einen Workshop für Schülerinnen und Schüler ab der 11. Klasse.

„Ohne die mathematische Idee der Radon Transformation von Johann Radon aus dem Jahr 1917 wäre die erste CT-Aufnahme 1971 nicht möglich gewesen. Grundlage für die Rekonstruktion der inneren Organe aus den Messdaten des CT ist die mathematische Lösung eines linearen Gleichungssystems“, erklärt die Organisatorin des Schülerworkshops Prof. Dr. Andrea Walther.

Der Workshop beginnt am Freitag, 25. Juni, um 14 Uhr mit der Besichtigung eines Computertomographen im Paderborner Brüderkrankenhaus. Priv.-Doz. Dr. med. Marc Keberle, Chefarzt der Klinik für Diagnostische Radiologie am Brüderkrankenhaus, wird die Teilnehmer mit interessantem Hintergrundwissen versorgen. Weiter geht es am Samstag, 26. Juni, ab 9 Uhr in der Universität Paderborn zunächst mit zwei Vorträgen von Prof. Walther, die erst über „Computertomographie und lineare Gleichungssysteme“ und dann über das Thema „Von 200 000 Röntgenstrahlen zu großen Gleichungssystemen. Die Methode der kleinsten Quadrate“ sprechen wird.

Im Anschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler Aufgaben, die in den drei Phasen Methode der kleinsten Quadrate (KQ-Methode), Diskretisierung und Objektgeneration sowie Objekterkennung/Objektrekonstruktion angesiedelt und zu lösen sind. „Wir wollen den Teilnehmern zeigen, welche Mathematik hinter dem Rekonstruktionsschritt Computertomographie steht. Dabei werden Einblicke in das Verfahren von Radon vermittelt und gezeigt, wie man am Rechner das Verfahren in die Praxis umsetzt“, so Prof. Walther.

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung gibt es auf der Homepage www.upb.de/ct-tag.

Foto (Institut für Mathematik): Beim Workshop Computertomographie lernen die Schülerinnen und Schüler jede Menge über die mathematischen Modelle, welche für dieses unverzichtbare Hilfsmittel der modernen Medizin nötig sind.


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