Die folgenden Tips stellen nur kurze gefaßte Lösungsmöglichkeiten dar. Um die gesamte Funktionalität der Pakete zu erkennen, sollte man sich die Dokumentation zu den Paketen durchlesen!
Die Dokumentationen zu (sämtlichen) Paketen bekommt man (lokal) unter
Auf dieser Seite befinden sich auch Links zu den offiziellen FAQ's von TeX. Bitte diese bei Problemen, die über die unten aufgeführten hinausgehen, aufsuchen! Bei weiteren Fragen stehen wir natürlich wie immer zur Verfügung.Hat man bestimmte Header oder Definitionen, die öfter oder sogar regelmässig benutzt werden, so kann man sich ein Verzeichnis \\unixhome\inputs anlegen, und die Datei mit den Definitionen hierher verschieben.
Optimal ist immer relativ. Bei deutschen Texten sollte folgendes eingebunden werden:
\documentclass[12pt]{article}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[german]{babel}
\begin{document}
...
\end{document}
Bitte nicht mehr '\documentstyle' verwenden, das ist veraltet!
Am besten erzeugt man Folien mit dem seminar -Paket. Zusätzlich zu den Folien kann damit auch noch ein Handout erzeugt werden.
Weitere empfehlenswerte Pakete sind:
Beispiel für Folien im Querformat:\documentclass[landscape]{seminar}
\centerslidesfalse
\begin{document}
\begin{slide}
% 1. Folie
Text
\end{slide}
Achtung:
\documentclass[portrait]{seminar}
\begin{document}
\begin{slide*} % 1. Folie Text
\end{slide*}
Achtung: den * nicht vergessen bei
\begin{slide*}
Will man die Folien global vergrößern, so müssen folgende Befehle eingebunden werden:
\setlength{\slidewidth}{25cm}
\setlength{\slideheight}{17cm}
\usepackage{amsfonts}
\begin{document}
$\mathbb{R}$
$\mathbb{C}$
$\mathbb{Z}$
$\mathbb{N}$
\end{document}
Man muß das Paket amssymb einbinden. Eine Liste mit sämtlichen Symbolen ist am Ende der Dokumentation angegeben.
Wenn man einen Text vollständig Landscape ausgegeben haben will muss man nur folgendes machen:
\documentclass[landscape]{article}
\AtBeginDvi{\special{landscape}}
...
Achtung:
Mit dem lscape-Paket (das ist ein Teil des graphicx-Paketes)!
Beispiel:
\usepackage{lscape}
...
\begin{landscape}
...
\end{landscape}
Achtung:
Dokumentation zum graphicx-Paket findet man unter grfguide.ps oder epslatex.ps.
Es gibt das Paket fancyhdr, mit dem man alle nur denkbaren Änderungen in der Kopf- bzw. der Fußzeile machen ann, z.B.
Es gib verschiedene Pakete, mit denen man das Literaturverzeichnis und die Verweise darauf verändern kann:
Achtung: Beim Mixen von verschiedenen Styles kann es manchmal zu unerwünschten Nebeneffekten kommen.
Sind diese Pakete nicht ausreichend, so kann man sich sein eigenes bst-File erzeugen: Man muss latex makebst aufrufen, dann bekommt man interaktiv einige Fragen gestellt, wie das Verzeichnis und die Verweise aussehen sollen.
Am besten fügt man ein eps-Bild mit Hilfe des graphicx-Paketes ein. Es gibt 2 sehr gute Dokumentationen zum Einbinden:
Dort wird auch der Unterschied zwischen graphics undgraphicx erläutert.Was kann man mit diesem Paket z.B. machen?
LaTeX setzt die Bildbeschriftungen normalerweise nicht bündig zur Abbildungsnummer, also z.B.
Um eine lange Bildunterschrift mit mehr als einer Zeile. zu erhalten, muß man folgendes einbinden:
\usepackage[hang]{caption2}
Erzeugt man die Bilder mit xfig selber, so hat man folgende Möglichkeit, TeX-Konstrukte in ein Bild einzubauen:
\usepackage{epsfig}
...
\input{bild.pstex_t}
Der Nachteil der obigen Methode ist natürlich, daß man immer 2 Dateien verwalten muß. Viel einfacher geht es mit dem Paket psfrag.
\usepackage{psfrag}
...
\psfrag{tag}{Komplizierter Text wie $x+y$}
Mit diesem Paket kann man die Ersetzung entweder für ein einzelnes Bild durchführen oder aber auch in allen Bildern. Das Ganze funktioniert selbstverständlich auch mit schon fertigen eps-Dateien.
Achtung:
Will man die Zeichnung, aber nicht die Schrift verkleinern/vergrößern, so muß man das Bild folgendermaßen einbinden:
\includegraphics[scale=0.8]{bild.eps}
Soll die Schrift ebenfalls verkleinert/vergrößert werden, so verwendet man folgenden Befehl:
\scalebox{0.8}{\includegraphics{bild.eps}}
Oft möchte man Bilder genau an der Stelle haben, an der sie im tex-file stehen. Aber: figure- und table- Umgebungen sind Gleitumgebungen, d.h. sie werden von TeX an eine 'passende' Stelle gesetzt. Die Option 'h' verhindert ein Wandern auch nicht unbedingt, sie bedeutet zwar 'here', aber nur, wenn dies möglich ist. Im Paket float gibt es nun eine zusätzliche Option: 'H'. Dabei wird ein Bild ohne Rücksicht auf das Seitenlayout an die angegebene Stelle plaziert. Jeder sollte sich darüber im klaren sein, daß dies nicht unbedingt vorteilhaft aussehen kann.
\usepackage{float}
...
\begin{figure}[H]
\includegraphics{file.eps}
\caption{...}
\end{figure}
Eine genauere Beschreibung der Problematik mit float-Umgebungen findet man unter http://www.cs.ruu.nl/~piet/floats/.
Eine andere Möglichkeit ist es, das Bild nicht floaten zu lassen. Um dann die selbe Numerierung wie bei floatenden Bildern zu erhalten, muß man folgendes definieren:
\makeatletter
\newcommand\figcaption{\def\@captype{figure}\caption}
\newcommand\tabcaption{\def\@captype{table}\caption}
\makeatother
Und dann kann man das Bild oder die Tabelle wie folgt einbinden:
\begin{minipage}{\textwidth}
\centering
\includegraphics{file.eps}
\figcaption{Das ist ein nicht-floatendes Bild}
\label{fig:non:float}
\end{minipage}
Die minipage benötigt man, damit das Bild und die Beschriftung nicht getrennt werden.
Verwendung des multicol -Pakets für mehrere Spalten bzw. parallel-Pakets für 2 Spalten (z.B. für Wörterbücher).
Am Beispiel Deutsch/Englisch:
\usepackage[german,english]{babel}
...
\selectlanguage{german}
Hier kommt der deutsche Text.
\selectlanguage{english}
And here is the english Version
Damit wird richtig getrennt, die Caption für Bilder den Sprachen angepaßt. Viel wichtiger ist das babel-Paket bei einem Wechsel z.B. auf Griechisch, für das es ganz andere Schriftzeichen gibt. In der Dokumentation von babel sind sämtliche Sprachen angegeben, die unterstützt werden.
Um Briefe mit deutschem Layout zu schreiben, eignet sich die LaTeX Klasse letter nicht besonders gut. Besser sind scrlettr (aus dem koma-script) oder aber gleich der dinbrief.
Beispiele für scrlettr:
\documentclass{scrlettr}
\usepackage[german]{babel}
\address{Sabine Wetzel\\Soundsostr. 1000\\94036 Passau}
\date{25.10.2006}
% aktuelles Datum, falls Feld leer
\signature{Wetzel S.}
\begin{document}
\begin{letter}{Heinrich Hugo\\Nochnestr. 1\\50000 Musterstadt}
\opening{Sehr geehrte Damen und Herren,}
Ich hoffe, da"s Sie mir sobald wie m"oglich 200 Tafeln Schokolade zukommen lassen.
\closing{Mit freundlichen Gr"u"sen}
\end{letter}
\end{document}
Manchmal braucht man ja bestimmte Sonderzeichen, wie z.B. einen Blitz (für einen Widerspruch), ein Telefon, ein Promille-Zeichen, ein Leerzeichen-Zeichen, etc. Diese erhält man mit Hilfe des wasysym-Paketes:
\usepackage{wasysym}
Zum Erzeugen des Eurozeichens hat man folgende Möglichkeit:
\usepackage{marvosym}Beim eurosym-Paket werden auch verschiedene Schriftarten (wie kursiv oder fett) beachtet!
Manche Sonderzeichen in TeX sind zerbrechlich, d.h. falls sie in bestimmten Umgebungen wie z.B. Überschriften vorkommen, werden sie nicht mehr angezeigt. Bsp:
$S_{\left( 0 \right)}$
sollte ein großes S mit Index (0) erzeugen. Wie bekommt man sowas nun in Überschriften? Man schreibt vor die zerbrechlichen Zeichen jeweils noch ein
\protectz.B.
$S_{\protect\left( 0 \protect\right)}$
Bei großen Tabellen hat man oft Probleme mit Seitenumbrüchen und Beschriftungen. Die supertabular bzw. longtable-Pakete unterstützen große Tabellen.
Farbigen Text erhält man am besten mit dem color-Style, einem Teil des graphicx -Paketes(grfguide.ps oder epslatex.ps).
Beispiele:\usepackage{color}
\setcolor{red}
% bzw.
\color{red}
Das liegt wahrscheinlich daran, dass die cm-fonts (Standard) geladen wurden, die Umlaute als Kombination des Buchstabens mit 2 Punkten und nicht als einen einzelnen Buchstaben verstehen. Verwendet man statt dessen die ec-Fonts mit Hilfe von
\usepackage[T1]{fontenc}
so müssten die Trennungsprobleme beseitigt sein.
Für Diplomarbeiten eignet sich das koma-Paket sehr gut. Es stellt alle Befehle (und noch ein paar nette mehr) der normalen article/report/book Klassen zur Verfügung, allerdings auf deutsche Verhältnisse angepaßt. Man verwendet somit scrartcl/scrreprt/scrbook.
Beispiele:\documentclass[12pt,a4paper]{scrbook}
\begin{document}
...
\end{document}
Mit Hilfe dieses Paketes können unter anderem folgende Sachen eingestellt werden:
Um einen Index einzubinden, muß man ins TeX-File hallo.tex folgendes schreiben:
...
\usepackage{makeidx}
\makeindex
...
\begin{document}
\index{geometrische Symmetrie} % ordnet unter 'G'
\index{Symmetrie!geometrisch} % ordnet unter 'S'
...
\printindex % an die Stelle, an der der Index im Text erscheinen soll
\end{document}
Nach dem latex-Lauf muß man makeindex hallo aufrufen und anschließend nochmals latex.
Um ein Glossary einzubinden, muß man im TeX-File (hallo.tex) folgendes schreiben:
...
\usepackage{nomencl}
\makeglossary ...
\begin{document}
...
\printglossary % an die Stelle, an der das Abkürzungsverzeichnis erscheinen soll
\nomenclature[Option]{$Variable$}{Definition}
\end{document}
Nach dem latex-Lauf muß man makeindex halloaufrufen und anschließend nochmals latex.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Sourcecode in TeX einzubinden. Oft reicht ein
\begin{verbatim}
...
\end{verbatim}
nicht aus, da man die Programmstruktur hervorheben möchte bzw. ein paar Kommentare dazuschreiben will. Folgende Möglichkeiten hat man:\usepackage{verbatim}
\begin{document}
...
\verbatiminput{datei.c}
...
\end{document}
Insbesondere bei der Entwicklung von Papern muß man sich oft die nicht sehr lesbare Schrift im xdvi antun. Wesentlich augenschonender ist die Verwendung von Helvetica. Dafür muß man folgendes Kommando einbinden:
\renewcommand{\familydefault}{phv}
Achtung:
Dieser Befehl sollte meiner Ansicht nach nur während der Entwicklungsphase eingebunden werden. Zum Ausdrucken kann man ihn ja auskommentieren!
Das Paket amstex ist veraltet. Man sollte die Pakete amsmath bzw. amsfonts bzw. amslatex verwenden. Allerdings sehen dort ein paar Befehle etwas anders aus, wie z.B. der subequation-Befehl:
\begin{subequations}
label{total} %total = 2.52
\begin{gather}
equation 1\label{sub1} \\ % sub1 = 2.52a
equation 2\label{sub2} \\ % sub2 = 2.52b
\end{gather}
\end{subequations}
Auch die Mengensymbole werden auf andere Art und Weise erzeugt.
Genauere Informationen entnimmt man aus den Dokumentationen der Pakete oder aus aus dem Kapitel 8 des LaTeX Companion
Das ganze funktioniert mit dem geometry-Paket:
\usepackage{geometry}
\geometry{a4paper,left=40mm,right=30mm, top=1cm, bottom=2cm} % und viele andere Optionen!!
Das ganze funktioniert mit dem setspace -Paket:
\usepackage{setspace}
\begin{document}
\onehalfspacing %oder
\doublespacing %oder
\singlespacing %oder
\begin{spacing}{2.3}
...
\end{spacing}
\end{document}
Eine Standardmöglichkeit zum Schreiben von Vektoren in LaTeX ist:
\overrightarrow{ABC}
Allerdings wird dabei der Pfeil ziemlich nah an die Buchstaben gedrückt. Folgendes funktionioniert in diesem Fall besser (mit einer variablen Einstellung des Abstands):
\documentclass{article}
\makeatletter
\def\rpd#1#2{\vbox{\m@th\ialign{##\crcr
\rightarrowfill\crcr\noalign{\kern#1\p@\nointerlineskip}
$\hfil\displaystyle{#2}\hfil$\crcr}}}
\makeatother
\begin{document}
% rpd steht fuer rechts-Pfeil-drueber
% 1. Arg. ist der horizontale Abstand des Pfeiles zum Text
\rpd{1}{AB}
\end{document}
Zum Ausrichten mathematischer Gleichungen gibt es viele Umgebungen in dem Paket amslatex, wie z.B. equation, gather, multline, split, aligh, flalign, alignat. Ausser der allgemeinen Dokumentation zu amslatex existieren noch weitere gesonderte Dokumentationen. Das alte amstex sollte nicht mehr verwendet werden.
Wenn man für Urkunden, Gutscheine etc. eine schöne Schreibschrift will, kann man das calligra-Paket verwenden.
\documentclass[20pt]{extarticle}
\usepackage{calligra}
\begin{document}
\calligra
\begin{center}
{\Huge Urkunde}
\end{center}
\end{document}
Man beachte, daß die Ausgabe nur im Postscript-File bzw. im Ausdruck schön angezeigt wird und daß manche Buchstaben oder Sonderzeichen noch nicht funktionieren. Einfach mal ausprobieren!
Dies läßt sich mit folgendem Makro aus dem refman.sty erledigen:
\newcommand{\condbreak}[1]{%
\vskip 0pt plus #1%
\pagebreak[3]%
\vskip 0pt plus -#1\relax}
Auf der Seite zu dvips findet sich folgendes Skript:
awk ' /FMPColor/ { del = 0 } \
{ if (del) { print "%", $0 } else { print $0 }} \
/xscale exch def/ { del = 1 } '