Was sind Compute-Server ?

Dies ist z.B. bei längeren Berechnungen nötig. Die RBM hat für diese Zwecke sogenannte Compute-Server. Das sind Rechner mit vergleichsweise hoher Rechenleistung und viel Speicher.

Mitarbeiter der Fakultät für Mathematik (EIM-M) können diese Server nutzen. Sprechen Sie uns an.

Falls sie Zugriff haben und solche Programme zu starten, welche auf diesen Rechnern laufen und nicht beendet werden, wenn Sie sich ausloggen existieren die Befehle nohup und screen.

Die Namen der compute-server sind den AGs bekannt und können ggf. in der RBM erfragt werden.

Mitarbeiter der Mathematik mit entsprechendender AG-Zugehörigkeit haben Zugang zu den Computeservern via ssh nur aus den Netzen der Mathematik.

Auf Linux-Systemen erfolgt der Zugang folgendermassen:

ssh <servername>

z.B. für den Compute-Server euklid:

ssh euklid.math.uni-paderborn.de

Doch warum sind Compute-Server sinnvoll und wie bediene ich diese ?

Probleme mit langlaufenden Prozessen und Programmen

Prozesse, welche komplexe Berechnungen ausführen, laufen i.d.R. sehr lange, möglicherweise einige Tage.


Daraus folgen einige Konsequenzen:

1. Probleme mit der Quota

Sie sind über längere Zeit eingeloggt und Ihr Speicherplatzkontigent, Quota genannt, läuft voll. Nun können Effekte auftretten, dessen eigentliche Ursache schwer zu erkennen ist:

  • Mozilla funktioniert nicht mehr, weder Mail noch Browser
  • Es kann nicht mehr gedruckt werden.
  • etc.

2. Sicherheitsprobleme

Von Zeit zu Zeit werden Sicherheitsprobleme in Software erkannt, das sind Programmierfehler die es Ausstehenden ermöglichen z.B.

  • Ihre Mails zulesen
  • Angriffe von Ihrem Rechner auf andere Rechner unter Ihrem Benutzerkonto bzw. Ihrem Namen durchzuführen.
  • etc.

Die RBM versucht bei Auftreten solcher Lücken, diese zeitnah zu schliessen, meist innerhalb eines Werktages. Oft ist es nötig Rechner neu zustarten.

Damit keine Datenverloren gehen, überprüfen wir vorher ob jemand an betroffenen Arbeitsplatzrechnern eingeloggt ist und arbeitet. Ist dies der Fall wird, eine Meldung auf dem Bildschirm ausgegeben und der Reboot verzögert. Folgen sie den Anweisungen dieser Meldung.

Nach zwei Wochen wird der Rechner zu Ihrem Schutz und dem Schutz Ihrer Daten automatisch neugestartet.

Um keine Daten verlieren z.B. auch bei Stromausfällen bei längerlaufenden Compute-Prozessen wird empfohlen die Compute-Server zu nutzen.

Die Compute-Server sind erstens leistungsfähiger als gewöhliche Arbeitsplatz PCs als auch gesondert, gegene Strom und Hardwareausfälle gesicherte PCs. Darüberhinaus sind diese sicherheitstechnisch besser geschützt.

1. nohup

Das Kommando nohup ermöglicht es Konsolen-Programme zu starten ohne dass sich diese beim Ausloggen beenden.

Die allgemeine Benutzung sieht aus wie im folgenden:

nohup <command> ... &

Wenn sie z.B. das im derzeitigen Verzeichnis liegende Programm ./compute-mupad.sh ausführen möchten:

nohup ./compute-mupad.sh &

Sollte das Programm im normalen gebrauch Ausgaben auf der Konsole bzw. XTerm generieren, so stehen diese in der Datei nohup.out im derzeitigen Verzeichnis.

Loggen Sie sich aus nach Starten des Programms, ist es möglich zu einem späteren Zeitpunkt in der Datei nohup.out sich ein Bild über den Fortschritt der Berechnung zu machen.

nohup ist nicht geeignet um X Anwendungen oder interaktive Konsolenanwendungen zu starten.

2. Screen

Eine weitere Alternative ist das Kommando screen. Screen ermöglicht im Gegensatz zu nohup auch interaktive Konsoleprogramme zu starten.


Ein sog. Screen-Sitzung wird durch folgende Eingabe gestartet:

screen

Die Sitzung beginnt mit einem Bild, welches ähnlich dem folgenden ausschaut:

Das Sitzungsfenster gestaltet sich wie folgt. In erster Linie ist es eine Shell wie in jedem normalem XTerm. Im unteren Teil des Fensters ist ein Statusbalken(weis auf blau) zu sehen. Von Links nach Rechts kann dort der Rechnername, dann die Systemload in Klammern, danach Datum und Urzeit und zuletzt die Namen der laufenden Unterfenster gesehen werden.

In einer Screensitzung können mehrere Untersitzung genannt Screens existieren. Beim ersten Starten existiert nur ein  Screen Nr. 0 namens bash.

Screen wird im allgemeinen durch Tastenkombination gesteuert, welche mit <Control-A> (engl. Tastaturlayout) bzw. auf der deutschen Tastatur <Strg-A> beginnt, d.h. Control- bzw. Strg-Taste zusammen gedrückt mit der Taste A. Im folgenden nur noch <C-a> genannt. <C-a c> bedeutet zuerst <Strg-A> und danach die Taste C.

Im folgenden die wichtigsten Tastenkommandos:

Tastenkürzel
Wirkung
C-a cNeuen Screen öffnen
C-a kNicht reagierenden Screen schliessen
C-a nZum nächsten Screen wechseln
C-a pZum vorigen Screen wechseln
C-a ADen Namen des Screens editieren
C-a d

Von der Screen-Sitzung trennen, alle Screens in der Sitzung laufen weiter, bis diese sich selbst beenden, die Screensitzung wieder aufgerufgen wird oder der Rechner neugestartet wird.

Nun können Anwendungen in den Screens gestartet werden. Sind alle Berechnungen angestartet, ist es möglich sich von der Screen-Sitzung zu trennen. Dazu nutzt man die Tasten-Kombination <C-a d>.

Danach kann man sich von dem Rechner ausloggen und die Berechnungnen laufen weiter.

Möchte man zu einem späteren Zeitpunkt den Status der Berechnungen in der Screen-Sitzung einsehen, loggt man sich via ssh zunächst in den Rechner ein auf dem die Screen-Sitzung gestartet wurde. Danach gibt man ein:

screen -x

Damit verbindet man sich wieder mit der Screen-Sitzung, und kann mit den Tastenkommandos die Screen sitzung kontrollieren.

Nähere Auskunft liefert die Unix-Manpage von screen, welche auf den Linux-Rechnern mit

man screen

eingesehen werden kann.

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