Ganz wesentlich für die Systemsicherheit ist jedoch, dass Sie Ihren eigenen Benutzeraccount sorgfältig schützen, nicht nur im Interesse der Sicherheit Ihrer eigenen Daten und Ihrer eigenen Integrität, sondern auch um Hacker aus dem Verbund fernzuhalten.
Im folgenden finden Sie einige nützliche Tips, um den sogenannten Hackern den Erfolg schwerer zu machen:
Hierzu verwenden Sie unter UNIX das Kommando kpasswd
Ein "gutes" Passwort ist eine MISCHUNG von min. 6 Klein- und Gross- buchstaben, Ziffern und anderen Zeichen. Eine schlechte Wahl für ein Passwort sind z.B.:
Wir führen in regelmäßigen Abständen Sicherheitsüberprüfungen durch, die u.a. auch die Verläßlichkeit Ihrer Passworte prüfen. Benutzer, deren Passwort zu einfach ist, fallen uns so auf und werden gesperrt !!
Es hört sich nun fast unmöglich an, ein Passwort zu finden, welches diesen Ansprüchen genügt und das man sich trotzdem merken kann. So schwer ist das allerdings nicht. Als Beispiel: Man denkt sich einen kurzen Satz, den man sich selbst gut merken kann, nimmt von diesen Worten jeweils die Anfangsbuchstaben, fügt ein paar Zahlen/Sonderzeichen ein, variiert Groß- und Kleinschreibung und fertig ist ein Wort, das den oben genannten Ansprüchen schon sehr nahe kommt.
Auch gute Freundinnen und Bekannte sollten Ihr persönliches Passwort nicht kennen. Immer haben engste Freunde wieder engste Freunde und schnell verlieren Sie so die Kontrolle über Ihre Daten.
Soll sich eine Person ohne Passwort-Eingabe als Sie einloggen können, so kopieren Sie den öffentlichen ssh-Schlüssel dieser Person in Ihre Datei $HOME/.ssh/authorized_keys.
Bitte denken Sie auch daran, dass Sie für die Aktionen haften, die unter Ihrem Login geschehen. Im Falle eines offensichtlichen Missbrauches werden wir Ihre Benutzerkennung sperren.
Bei der Verwendung von Netzwerkprogrammen wie z.B. telnet oder ftp oder auch bei der Email-Abfrage per IMAP/POP wird Ihr Passwort im Klartext über das Netzwerk geschickt und kann leicht abgehört werden. Lesen sie bitte die Informationen zum Sicherheitsrisiko bei der Verwendung von telnet/rlogin und ftp, wenn Sie mehr Informationen zu den Risiken wünschen. Im Mathematik-Netz unterstützen wir deshalb ausschliesslich ssh als sichere Alternative zu telnet/ftp.
Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen, loggen Sie sich bitte aus. In Ihrer Abwesenheit könnte jemand Ihr Passwort ändern, Ihre Daten löschen oder sonstige unangenehme Dinge tun.
Wenn Sie Ihr Login in der Mathematik nicht mehr benötigen, lassen Sie es bitte sperren, denn dann kann damit auch kein Unfug, für den Sie ja weiterhin haften, getrieben werden.
Sichern Sie Ihre privaten Verzeichnisse/Dateien durch sorfältiges Setzen der Zugriffsrechte. Dies geht mit dem Befehl chmod
Der Modus 777 (rwxrwxrwx) oder 666 (rw-rw-rw-) bedeutet, daß jeder (!!) für Ihre Verzeichnisse/Dateien Lese- und Schreiberlaubnis hat !!
Besondere Vorsicht gilt hierbei den Initialisierungs-Dateien, wie z.B. .cshrc, .login, .rhosts, .profile, .xstart, etc. Wenn diese Dateien falsche Zugriffsrechte haben, so ist es für erfahrene User meist überhaupt kein Problem innerhalb weniger Sekunden in Ihr Login einzubrechen !!
Um die Zugriffsrechte automatisch korrekt zu setzen, gibt es den Befehl umask. Dieser sollte bereits in Ihrem .cshrc zu finden sein. Ist dies nicht der Fall, so ergänzen Sie in bitte.
Ihr Suchpfad sollte keine Verzeichnisse enthalten, die für andere Benutzer beschreibbar sind ! Ein böswilliger Mensch könnte nämlich in ein solches Verzeichnis ein Programm ablegen, das wie ein oft benutztes Programm heisst (z.B. ls), aber etwas ganz anderes tut. In diesem Fall würde das falsche Programm beim Aufruf zuerst gefunden und ausgeführt werden. Insbesondere sollte das aktuelle Verzeichnis "." nicht in Ihrem Suchpfad stehen, das Sie mit cd oder dem FileManager auch in Verzeichnisse gehen, in denen andere Schreibrechte haben.
Programme im aktuellen Verzeichnis können mit ./programmname gestartet werden !!